Doppelkonzert mit der Trachtenkapelle St. Peter am 8. April 2012 in St. Peter

Bericht vom Do. 12. April 2012 in der Badischen Zeitung, Roman Kiener


Sausend, schmetternd, sagenhaft

Die Trachtenkapelle St. Peter und der Musikverein Oberwinden spielten ein mitreißendes Osterdoppelkonzert.

Die TV-Konkurrenz an Ostern war immens – und trotzdem konnte sich die Trachtenkapelle St. Peter bei ihrem traditionellen Osterkonzert über eine restlos ausverkaufte Festhalle freuen. Gemeinsam mit dem Musikverein Oberwinden präsentierte sie dem Publikummusikalische Leckerbissen –mitsamt goldenen und bronzenen Ostergeschenken.

„Im vergangenen Jahr waren wir zu Gast in Oberwinden und wir freuen uns, dass es nun so schnell mit dem Gegenbesuch geklappt hat“, sagte Christian Heilbock, Vorsitzender der Trachtenkapelle St. Peter. Die Beziehungen zwischen Berg und (Elz-)Tal sind eng: In den Reihen der St. Petermer Trachtenkapelle spielen ein Schlagzeuger und ein Posaunist aus Oberwinden. Den musikalischen Auftakt gestaltete die Nachwuchsabteilung der Gastgeber. Begleitet von bebenden Percussionklängen betrat die Jugendkapelle die Bühne, um sogleich mit lockeren Rhythmen aus Dizzy Stratfords „Dalton Ska“ das Publikum zu erobern. Einen noch schnelleren Eingang ins Gehör fand „Yesterday“ von den Beatles und das Stück „Pippi Langstrumpf“. Dass sich unter den Jungmusikern der ein oder andere Erstklässler befand, war absolut nicht zu erahnen. Mit einem fließenden Übergang übergab die Jugend den Ton an die „Großen“ von der Trachtenkapelle. Bereits beim zweiten Stück „Pilatus: Mountain of Dragons“ zeigte das Konzertorchester unter der Leitung von Manfred Huber, wie ein voluminöser Klangkörper entfaltet werden kann. In diesem Stück sind sausende Winde und schmetterndes Donnergrollen vertont und es galt, jeglicheWetterlage des sagenumwobenen Bergmassivs Pilatus bei Luzern auf die Bühne zu zaubern. Die idyllische Kandel-Leinwand im Bühnenhintergrund bot dazu einen herrlichen Kontrast. In andere Klangwelten entführten die rustikalen Töne der „Licht-und-Schatten-Polka“ und die verträumt verliebte Stimmung der japanischen Liebesgeschichte „The Seventh Night Of July“.

Gesucht und gefunden haben sich Goldjunge Lukas Dold und das Schlagwerk. Im vergangenen Jahr hatte Dold das Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold mit Erfolg abgelegt und durfte nun beim knackigen „Wilhelm-Tell- Galopp“ sein Können am Xylofon solistisch präsentieren. Den Gastgebern in nichts nach stand das Gastorchester aus Oberwinden. Unter demTaktstock von Benjamin Schultis boten die Elztäler einen majestätischen Einstieg mit „The King’s March“ aus dem Film Till Eulenspiegel. Auf einem eher ungewöhnlichen Soloinstrument, dem Tenorhorn, und auf originelle Art undWeise interpretierten Hubert Schindler und Ernst Wehrle das bekannte Volkslied „Die zwei Jan Hinnerken“.

Einen Vorgeschmack auf den Sommer mit lateinamerikanischen Rhythmen und jeder Menge Schlagwerk lieferten die darauf folgenden „Carribbean Variations OnATune“.AmEnde verabschiedeten sich die Gäste von der Elz mit einer interessanten Jazz-Version von „Prince Igor“ und der Stimmungskanone „HappyMusic“. Neben musikalischen Höchstleistungen gab es weitere Ostergeschenke in St. Peter:MitMaria Schmidt, Jessica Kürner, Theresa Scheer, Isabelle Ruf, Lena Wehrle, Hanna Benitz und Daniel Rütten haben sieben junge Musiker das bronzene Leistungsabzeichen erfolgreich abgelegt.

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