Kirchenkonzert am 4. Mai 2014

Bericht vom Do. 8. Juni 2014 in der Badischen Zeitung, Bilder und Bericht: Helmut Häringer


 

Schöne Klänge in St. Stephan

Erhebendes Kirchenkonzert der Musikkapelle Oberwinden zusammen mit "OmusiKa" und zugunsten von "Hoffnung für Kinder".

 

„OmusiKa“, das gemeinsame Jugendorchester der Musikkapelle Oberwinden und des Musikvereins Katzenmoos, unter Leitung von Ralf Wagner, eröffnete das Kirchenkonzert in St. Stephan in Oberwinden. Foto: Helmut Häringer

Trotz sonnigem Sonntagnachmittag hatten viele Musikfreunde den Weg in die Stefanskirche in Oberwinden gefunden, um dem Kirchenkonzert der Musikkapelle Oberwinden beizuwohnen. Zusammen mit "OmusiKa" präsentierte die Musikkapelle Oberwinden ein geistliches bis weltliches Programm. Der erste Vorsitzende, Michael Moser, versprach besondere Musik in einem besonderen Raum.    

Eröffnet wurde das Kirchenkonzert von "OmusiKa", dem gemeinsamen Jugendorchester der Musikkapelle Oberwinden und dem Musikverein Katzenmoos, unter der Leitung von Ralf Wagner mit einem traditionellen Gospelsong. "Just A Closer Walk With Thee" begann wie ein langsamer Begräbnismarsch und endete dann als furiose Dixieland Party mit Trompeten, Horn, Posaune und Tuba. Die zwei Solistinnen Leonie Bayer und Svenja Rietschle präsentierten anschließend das Solostück für Querflöten "Twinkling Flutes". In die Musical-Welt des Andrew Lloyd Webber ging es dann mit "Joseph", einer äußerst frei interpretierten biblischen Geschichte von Joseph und seinen elf Brüdern. Ein wilder musikalischer Trip durch die Musikgeschichte, mit rockenden Pharaos, Gurus der Flower Power Bewegung und Technobeats, verlangte alles von OmusiKa ab. Zum Abschluss des ersten Konzertteils erklang im Altarraum der Kirche eine witzige Kombination aus Händels "Halleluja" und dem Gospel "When The Saints Go Marching In".

Den zweiten Teil gestaltete die Musikkapelle Oberwinden. Dirigent Benjamin Schultis hatte zur Eröffnung zwei Themen aus "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauß ausgesucht. Den ersten Teil kennt jeder aus "Odyssee 2001 im Weltraum", "Einleitung und Sonnenaufgang": Zarathustra steigt unter bebenden Bläserklängen und treibenden Paukenschlägen zu den Menschen herab. Ein totaler Kontrast der zweite Teil "Von den Hinterweltlern", ruhig, andächtig, eine Stimmung wie in der Kirche. Auch das zweite Stück, "Largo – aus der neuen Welt" von Antonin Dvorák war sehr wechselhaft, mal wie ein Totengesang, mal heitere Flötenmelodien. Beim "Adagio" aus Mozarts Freimaurermusiken, einem Stück für vier Klarinetten und Bassklarinette, griff auch Dirigent Benjamin Schultis zum Instrument. Ganz anders lernte man bei diesem Konzert Andrew Lloyd Webber kennen. Für seinen verstorbenen Vater hatte er ein Requiem geschrieben, daraus stammt "Pie Jesu" das von der Musikkapelle vorgetragen wurde, den Solopart übernahmen Manfred Dorer und Ralf Wagner.

Wieder etwas fröhlichere Stimmung kam aif mit "A Highland Rapsody", ganz ausgelassen und auch wieder religiös wurde es dann mit "I Will Follow You", bekannt geworden als Song beim glücklichen Finale von "Sister Act". Ganz auf bewährte Filmmusik setze die Musikkapelle Oberwinden auch mit ihrem letzten Stück der "Forest Gump Suite". Nach einer letzten Zugabe, "Yorkshire Ballad", konnten die Besucher zufrieden das Gotteshaus verlassen und die letzten Strahlen der späten Nachmittagssonne vor der Kirche genießen.

Für Getränke hatten die fleißigen Helfer der Musikkapelle gesorgt. Wer wollte, konnte am Ausgang auch eine Spende an den Verein loswerden, ein Teil der Einnahmen wurde an die Organisation "Hoffnung für Kinder im Elztal und den Seitentälern e.V." gespendet.

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