Sommerfest 2014

Bericht vom Mi. 9. Juli 2014 in der Badischen Zeitung, Bericht und Bilder Helmut Häringer


 

Der Turmbau am Bahnhofsplatz und andere Kuriositäten

Zünftige Blasmusikunterhaltung, der "Elztäler Mehrkampf" als Höhepunkt und ein Handwerkervesper zum Abschluss beim Sommerfest der Musikkapelle Oberwinden.

Alles gab es beim Sommerfest der Musikkapelle Oberwinden: Glühende Sonne, kühler Schatten, Sturm und Regen. Neben zünftiger Blasmusikunterhaltung durch viele Gastkapellen war der zum zweiten Mal ausgetragene "Elztäler Mehrkampf" der Höhepunkt. Am Montag konnten sich die Gäste beim Handwerkervesper noch einmal stärken.

Beim ersten "Elztäler Mehrkampf" gingen nur zwei Mannschaften am Start, jetzt war die maximale Anzahl mit zehn Teams schon fast erreicht – "sonst müssen wir den Festplatz erweitern" so der Vorsitzende der Musikkapelle, Michael Moser. Die Aufgaben im "Mehrkampf" blieben bis zum Beginn streng geheim, aber aufgebaute Gerätschaften und Utensilien ließen erste Schlüsse zu. Gleich beim ersten Wettkampf, dem "Ochsenrennen", waren Geschick, Schnelligkeit und Taktik gefragt: Zwei Wassereimer waren, an einem "Ochsenkummet" hängend, etwa wie bei altchinesischen Lastenträgern, über einen Hindernisparcours zum Ziel zu bringen. Das Team, das nach drei Minuten das meiste Wasser zum Ziel gebracht hatte, war Sieger. Die "Moncados" der Windener Chorsänger hatten hier die beste Strategie.

Einen Maßkrug präzise zwischen die Zielmarkierungen zu schubsen, ist gar nicht so leicht,
wenn er wenigstens voll wäre. Hier versuchen es gerade die „Moncados“, die Gesamtsieger wurden.

Im Laufe der sechs Wertungsläufe zeigten sich Stärken und Schwächen der Teams. Als zweites musste ein Maßkrug über eine Rutsche präzise zwischen zwei Zielmarkierungen geschubst werden, diese Partie entschieden die Oberwindemer Spitzbuben für sich. Als "beste Nagler des Elztals" erwiesen sich die Katzenmoser im dritten Durchgang. Feingefühl war gefragt beim Brennholzstapeln. Auf der Fläche zweier Bierkisten sollte Brennholz in drei Minuten möglichst hoch gestapelt werden und nach dem Loslassen noch mindestens zehn Sekunden stehen bleiben. Der hohe Turmbau gelang einigen Teams, allerdings fehlte die Stabilität. Die besten Brennholz-Hochstapler stellte der Musikverein Niederwinden mit einem über zwei Meter hohen, stabilen Turm.

Als Kenner einheimischer Schnäpse und Liköre (zehn Kostproben waren zu erkennen!) erwiesen sich die "Alternative für Daubheit" und die "Moncados". Zum Schluss mussten die Teams 15 regionale Wissensfragen beantworten, da konnten auch die Zuschauer noch etwas lernen. Wer weiß schon, dass es in Feldberg-Bärental ein Schnapsmuseum gibt, dass die Dame auf den Rothaus-Flaschen Birgit Kraft heißt und die Schweiz in Emmendingen ein Konsulat hat? Neben den "Moncados" erwiesen sich die "Yacher Kuttle" als wahre Lokalexperten.

Etwas nass konnte man schon werden beim „Ochsenrennen“:
Zwei Eimer mit Wasser füllen und dann so schnell und oft wie möglich zum Ziel!

Nach dem anstrengenden Wettkampf durfte Bürgermeister Clemens Bieniger endlich zum Faßanstich schreiten. Auch die Wettkämpfer freuten sich über den kostenlosen Durstlöscher, Dopinggefahr bestand ja jetzt nicht mehr. Nach viel Rechnerei stand der Sieger fest: Vor dem Musikverein Niederwinden (Dritter) und den "Yacher Kuttle" (Zweiter) erstiegen die "Moncados" die oberste Stufe des Siegertreppchens. Für Feierlaune sorgte dann bis in die Nacht das Bergacker Duo.

Der Sonntag war frei von Wettkämpfen. Brütende Hitze am Nachmittag ließ starke körperliche Anstrengungen auch nicht zu. Die Küchenmannschaft versorgte die Gäste mit allerlei vom Grill, Wurstsalat, Rindfleisch mit Meerrettich, Kartoffeln und roten Bete, zum Nachtisch gab es Bauernhofeis, Kuchen oder Crêpes.

Gefragt waren die Sitzplätze im Zelt oder unter Sonnenschirmen. Die Unterhaltung übernahm über die Mittagszeit der Musikverein aus dem schwäbischen Aixheim, gefolgt von der Stadtmusik Elzach. Die Trachtenkapelle Siegelau, das Elztäler Alphornquartett und der Musikverein Buchholz gestalteten den Nachmittag und frühen Abend. Am späten Abend war das Sommeridyll plötzlich zu Ende: Ein kurzer, aber kräftiger Sturm fegte über den Festplatz und warf alles um, was nicht festgemacht war. Auch der große Sonnenschirm musste dran glauben.

Am Montag stand auf dem kulinarischen Programm das Handwerkervesper. Die Sonne ließ sich bis zum Konzertbeginn von OmusiKa, dem gemeinsamen Jugendorchester von Oberwinden und Katzenmoos, nicht mehr blicken. Zunächst blieb es aber trocken, erst als die Zollkapelle Freiburg sich zum Auftritt bereit machte, öffneten sich die Schleusen des Himmels. Aber die Zöllner und Zöllnerinnen ließen es sich nicht nehmen, zu spielen, die Musiker blieben auf der überdachten Bühne, die Gäste im etwas entfernten trockenen und vollen Zelt. Trotz allerlei Wetterkapriolen war das Sommerfest der Musikkapelle Oberwinden somit wieder ein schöner Erfolg.

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